Ob geerbtes Familienschmuckstück oder Flohmarkt-Fund: Wer wissen möchte, ob es sich um echtes Gold handelt, kann mit ein paar einfachen Tests schon zu Hause eine erste Einschätzung treffen. Wir zeigen die zuverlässigsten Methoden – und wann Sie besser zum Profi gehen sollten.
Von der Gold-Echo Redaktion · aktualisiert 22. Juli 2026 · ca. 6 Min. Lesezeit
- Stempel-Check: Echtes Gold trägt fast immer einen Feingehaltsstempel (z. B. 333, 585, 750, 999)
- Magnettest: Gold ist nicht magnetisch – zieht ein Magnet das Stück an, ist es keine reine Goldlegierung
- Wassertest: Echtes Gold ist sehr dicht und sinkt zügig und gerade zu Boden
- Für eine verbindliche Aussage hilft nur eine professionelle Prüfung beim Goldankäufer oder Juwelier
So prüfen Sie Gold in drei einfachen Schritten
1. Stempel und Feingehaltsangabe prüfen
Echtes Gold trägt in aller Regel einen Stempel mit der Feingehaltsangabe – etwa 333 (8 Karat), 585 (14 Karat), 750 (18 Karat) oder 999 (24 Karat, Feingold). Fehlt jeder Stempel oder ist die Angabe unleserlich, ist das ein erstes Warnsignal, auch wenn ältere oder handgefertigte Stücke gelegentlich ohne Stempel vorkommen.
2. Der Magnettest
Gold ist nicht magnetisch. Halten Sie einen starken Magneten an das Schmuckstück: Wird es merklich angezogen, enthält es andere Metalle in einem Anteil, der gegen „echtes“ hochkarätiges Gold spricht. Der Test ist einfach, aber nicht hundertprozentig zuverlässig, da auch Fälschungen mit nicht-magnetischen Legierungen hergestellt werden können.
3. Der Wassertest (Dichte-Test)
Gold hat eine sehr hohe Dichte (19,3 g/cm³). Lassen Sie das Stück vorsichtig in ein Glas Wasser gleiten: Echtes Gold sinkt zügig und gerade zu Boden. Schwimmt es, treibt es oder sinkt es sehr langsam und schräg ab, deutet das auf ein leichteres, unedles Trägermetall hin.
Optische Prüfung: Worauf Profis achten
Untersuchen Sie das Stück auf Gebrauchsspuren. Kratzer sind kein Makel, können aber viel verraten: Scheint an einer Kratzstelle eine andere Farbe durch als die umgebende Goldfarbe, handelt es sich vermutlich nur um eine vergoldete Oberfläche und nicht um massives Gold. Auch Verfärbungen, etwa ins Grünliche oder Bräunliche, sind ein Hinweis auf unedle Metalle unter einer dünnen Goldschicht.
Echtes Gold verändert seine Farbe im Gegensatz zu vielen Fälschungen auch nach Jahren kaum – es läuft nicht an und rostet nicht.
Wann Sie zum Profi gehen sollten
Alle Heimtests liefern nur Indizien, keine hundertprozentige Sicherheit. Bei wertvolleren Stücken – etwa Erbstücken, Anlagegold oder größeren Barren – lohnt sich eine professionelle Prüfung. Juweliere und spezialisierte Goldankäufer nutzen unter anderem die Säureprüfung, elektronische Feingehaltsmessgeräte oder die Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF), die den Feingehalt zerstörungsfrei und sehr präzise bestimmt.
Wir vergleichen seriöse Goldanbieter, damit Sie von Anfang an auf Nummer sicher gehen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Gold zuhause zu 100 % sicher prüfen?
Nein. Heimtests wie Magnet- oder Wassertest geben wertvolle erste Hinweise, ersetzen aber keine professionelle Prüfung. Bei wertvollen Stücken sollten Sie immer einen Fachbetrieb hinzuziehen.
Was bedeutet der Stempel 585 auf Goldschmuck?
Der Stempel 585 zeigt einen Feingehalt von 58,5 % reinem Gold an, umgangssprachlich auch als 14 Karat bezeichnet. Je höher die Zahl, desto höher der Goldanteil – 999 steht für nahezu reines Feingold.
Ist unmagnetisches Metall automatisch echtes Gold?
Nein. Der Magnettest kann nur eindeutige Fälschungen mit stark magnetischen Trägermetallen entlarven. Manche Fälschungen verwenden ebenfalls nicht-magnetische Metalle, weshalb der Test allein nicht ausreicht.
Quellen: Fachhandelsempfehlungen deutscher Edelmetallhändler, eigene Recherche Gold-Echo (Stand: 22. Juli 2026)
